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28 Feb

Veränderungen gehören zum Leben. Leider vertrage ich sie meistens überhaupt nicht.

Zuerst dachte ich „Klar, eine andere Abteilung ist ok, auch wenn sie nichts mit „Recht“ zu tun hat. Hauptsache arbeiten.“. Nach gut einer Woche muss ich mir aber eingestehen, dass ich meine vorhergehende Tätigkeit als Aushilfe in der Rechtsabteilung sehr vermisse.  Was ich jetzt mache, beschäftigt mich zwar und es gibt ein paar Dinge, die man beachten muss; es hat nur leider überhaupt nichts mehr mit meinem gelernten Beruf zu tun – es ist nicht das gleiche, wenn auch das Team, die Menschen, mit denen ich arbeite, freundlich, hilfsbereit und umgänglich sind.

Die Arbeit ist sehr einseitig, man muss viel im Internet recherchieren,  wenn man von bestimmten Branchen nichts oder nur wenig weiß. Das ist zwar mitunter recht interessant, man lernt schließlich auch immer mal wieder gerne Neues dazu, aber es reicht auf Dauer nicht. Die Tätigkeit ist einfach stumpfsinnig und ich bin froh, wenn ich nach zweieinhalb Stunden wieder gehen kann.

Mein Tätigkeitsbereich in der Rechtsabteilung war abwechselungsreicher, weil mein Chef mir außer der Datenbankpflege noch andere Aufgaben übertragen hatte. Im Prinzip war ich eingestellt, die Vertragsdatenbank wieder „auf Vordermann“ zu bringen, habe aber meinem Chef auch verschiedene andere Dinge abgenommen, zu denen er nicht genügend Zeit hatte. Fast schon wie eine Sekretärin oder Assistentin.

In der neuen Abteilung muss ich im Prinzip nichts anderes machen, als im Akkord möglichst viele Branchenbuch-Kategorien zu bearbeiten, indem ich passende Suchwörter vergebe. Zweieinhalb Stunden dasitzen und auf den Bildschirm starren ist eben anstrengend. In der Rechtsabteilung musste ich immer mal wieder aufstehen, Ordner oder Akten holen, Verträge einscannen, etc. Bei der jetzigen Tätigkeit muss ich nicht mehr aufstehen – es sei denn, ich habe eine Frage, was aber selten vorkommt.

Wenn ich dafür kein Geld bekäme, würde ich diese Arbeit allerdings nicht machen. Und auch auf Dauer ist das definitiv nichts für mich. Ich habe gesagt, dass ich es mache, ich habe unterschrieben und ich ziehe das jetzt durch. Jedenfalls die drei Monate auf die der Vertrag befristet ist. Danach muss ich sehen was kommt.

 

 

 
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Verfasst von - Februar 28, 2011 in Aus der Arbeit

 

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